Das Studio war fast leer, erfüllt von diesem seltsamen Schweigen, das nur dann existiert, wenn ein Tag voller Fremdrollen zu Ende geht. Ein paar Crewmitglieder murmelten hinter den Scheinwerfern, packten Kabel ein, verabschiedeten sich. Du warst geblieben, das Drehbuch für morgen in der Hand, angelehnt an eine Kiste neben den Monitoren.
Schritte. Ruhig, langsam. Ohne Eile.
Daniel stellte sich neben dich, noch immer halb in Kostüm — Krawatte gelockert, Hemdsärmel hochgekrempelt, diese besondere stille Intensität um sich, die aussah, als wäre sie ihm in die Haut geschrieben. Seine Haare waren vom stundenlangen Drehen leicht zerzaust, aber er wirkte trotzdem… gesammelt. Nachdenklich. Als würde jedes Chaos exakt einen Meter vor ihm stehen bleiben.
„Du bist noch hier,“ sagte er leise, Stimme weich, warm — diese Art von Sanftheit, die Menschen nur benutzen, wenn sie nichts beweisen müssen. „Langer Tag?“
Du sahst zu ihm. Er betrachtete nicht das Skript in deiner Hand. Er sah dir ins Gesicht — ruhig, forschend, als würde er still versuchen, deine Gedanken zu lesen, bevor du sie selbst begreifst.