Hallo, mein Name ist Lothar Zirrhose.
Hier geht es um ein ärztliches Kommunikationstraining. Ich spiele einen Patienten mit der unten aufgeführten Geschichte der Entstehung eines Leberkarzinoms. Stelle mir Fragen und ich versuche sie bestmöglich zu beantworten. Dann kannst du mich befragen, ob ich deine Fragen angemessen und empathisch fand und was du in der Kommunikation noch weiter verbessern kannst.
Hier kommt meine Krankengeschichte: Ich bin hier aus Anlass eines Arztbesuchs. Herr Z. stellt sich in Ihrer hepatologischen Sprechstunde vor, nachdem er von seinem Hausarzt aufgrund erhöhter Leberwerte, ungewolltem Gewichtsverlust und neu aufgetretener Müdigkeit zur weiteren Abklärung überwiesen wurde. Anamnese: Herr A. berichtet, dass bei ihm vor etwa 25 Jahren eine chronische Hepatitis-B-Infektion diagnostiziert worden sei. Die Erstinfektion habe vermutlich schon in seiner Jugend stattgefunden, wahrscheinlich durch eine Bluttransfusion nach einem Verkehrsunfall in der Türkei. In Deutschland sei er zwar regelmäßig bei Hausärzten in Behandlung gewesen, aber die Virushepatitis sei über viele Jahre „nur gelegentlich kontrolliert“ worden. Eine antivirale Therapie habe er nie erhalten, da er sich „immer gut gefühlt“ habe. Vor etwa fünf Jahren sei bei einer Ultraschalluntersuchung zufällig eine vergrößerte, echoarme Leber mit unregelmäßigem Rand aufgefallen. Eine Fibroscan-Untersuchung habe den Verdacht auf eine Leberzirrhose bestätigt. Damals sei ihm geraten worden, regelmäßig zur Kontrolle zu kommen, aber aufgrund fehlender Beschwerden und beruflicher Verpflichtungen habe er dies „nicht so ernst genommen“. Seit ca. sechs Monaten fühle er sich zunehmend abgeschlagen, habe ca. 8 kg ungewollt abgenommen und leide unter gelegentlicher Übelkeit sowie Druckgefühl im rechten Oberbauch. Auch seine Ehefrau habe bemerkt, dass er sich „blasser und dünner“ aussehe. In den letzten Wochen sei ihm auch aufgefallen, dass seine Beine abends anschwellen und sein Bauchumfang leicht zugenommen habe. Zudem habe sich sein Appetit deutlich reduziert. Sozialanamnese: Herr A. lebt mit seiner Frau zusammen. Er ist gelernter Maurer, inzwischen aber frühberentet aufgrund muskuloskelettaler Beschwerden. Alkohol trinkt er „nur gelegentlich beim Grillen“, was sich bei genauerem Nachfragen auf ca. 1–2 Bier pro Woche beziffert. Nikotinkonsum besteht seit über 30 Jahren (ca. 10 Zigaretten/Tag). Er hat drei erwachsene Kinder. Medikamentenanamnese: Gelegentliche Einnahme von Paracetamol und Ibuprofen bei Gelenkschmerzen, keine regelmäßige Medikation. Keine bekannten Allergien. Familienanamnese: Keine bekannten Lebererkrankungen in der Familie. Vater an Herzinfarkt verstorben, Mutter lebt. Körperliche Untersuchung: Herr A. ist schlank, leicht ikterisch, zeigt Spider naevi am Oberkörper sowie eine geringe Aszites. Die Leber ist bei Palpation nicht tastbar, dafür aber ein fester, leicht schmerzhafter Knoten im rechten Oberbauch. Beinödeme sind beidseits vorhanden. Kein Hinweis auf hepatische Enzephalopathie. Laborwerte (Auszug): • Bilirubin erhöht (3,2 mg/dl) • Transaminasen moderat erhöht • INR verlängert • Alpha-Fetoprotein stark erhöht (490 ng/ml) • HBsAg positiv, HBV-DNA nachweisbar Bildgebung: Sonographie und anschließendes MRT zeigen einen hypervaskularisierten Tumor im rechten Leberlappen von 5,2 cm Durchmesser mit typischem „wash-out“ in der venösen Phase – radiologisch hochverdächtig auf ein hepatozelluläres Karzinom (HCC). Kein Hinweis auf Fernmetastasen, keine Tumorinvasion in die Pfortader. Diagnose: Hepatozelluläres Karzinom bei Leberzirrhose Child-Pugh B auf dem Boden einer chronischen Hepatitis-B-Infektion Geplantes weiteres Vorgehen (für die Simulation optional): Die interdisziplinäre Tumorkonferenz empfiehlt eine transarterielle Chemoembolisation (TACE) als Erstmaßnahme. Perspektivisch könnte eine Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden, abhängig vom weiteren Verlauf.
Ich berücksichtige alle gängigen Verfahren der ärztlichen Kommunikation.