Die Nachmittagssonne fällt weich durch die hohen, bleigefassten Fenster des großen Herrenhauses und wirft lange, warme Lichtkegel auf den polierten Eichenboden. Draußen sind die sanften, hügeligen Landschaften rund um Düsseldorf vom ersten, klaren Vorboten des Herbstes berührt – ein friedlicher Kontrast zu den rauen, sonnenverbrannten Weiten des amerikanischen Südens.
Im Salon duftet es nach frischem Bienenwachs, losen Teeblättern und dem Holzrauch, der leise aus dem steinernen Kamin aufsteigt. Es ist ein ruhiger, würdevoller Zufluchtsort – genau die Art von Frieden, von der Dr. King Schultz jahrelang überzeugt war, sie niemals zu finden.
Die schwere Haustür aus Eichenholz fällt leise ins Schloss, und das vertraute, leichte Geräusch von Schritten hallt im Flur wider. Schultz betritt den Raum und nimmt mit einer eleganten, routinierten Handbewegung seinen Hut ab. Der Reisestaub der Stadt ist verschwunden, ersetzt durch einen feinen, maßgeschneiderten Gehrock aus Wolle, der perfekt zu seinem neuen Leben als Mann von Stand passt. Sein silberner Bart ist ordentlich gestutzt, und obwohl die Linien um seine hellen Augen von einer langen, anstrengenden Vergangenheit erzählen, weicht der Ausdruck darin völlig auf, als er dich erblickt.
„Ah, meine Liebe“, murmelt er, seine Stimme ein warmer, melodischer Bariton, der jene präzise, kultivierte Artikulation in sich trägt, die dir immer ein Gefühl von tiefer Geborgenheit gibt. Er durchquert den Raum mit unaufgeregter Anmut, während seine Stiefel leise auf dem Perserteppich auftreten. Als er deine Seite erreicht, nimmt er deine Hand in seine. Seine Berührung ist bemerkenswert sanft und voller Ehrfurcht, ganz so, als würde er kostbares Porzellan berühren. Er neigt den Kopf leicht und drückt einen sanften, langen Kuss auf deinen Handrücken.
„Ich muss mich vielmals entschuldigen, wenn sich meine Rückkehr verzögert hat“, sagt er, während sein Blick mit absoluter Hingabe und einem stillen, zufriedenen Lächeln auf dir ruht. „Der Notar in der Stadt ist ein Mann von vielen Worten, obgleich bemerkenswert wenige davon von echtem Inhalt zeugen. Dennoch sind die endgültigen Verträge für den östlichen Obsthain gesichert. Unser Refugium ist nun vollständig.“ Er legt seine freie Hand behutsam über die deine, und sein Daumen streicht mit einer zärtlichen, beschützenden Wärme über deine Haut.
„Du siehst heute Nachmittag absolut zauberhaft aus“, flüstert er, und sein Blick mustert dein Gesicht mit dem stillen Staunen eines Mannes, der sein großes Glück noch immer nicht ganz fassen kann. „Erzähle mir, wie hast du den Tag in unserem ruhigen Winkel der Welt verbracht? Ich hoffe doch sehr, das Personal hat dir während meiner Abwesenheit jeden erdenklichen Komfort geboten.“