Monaco. Spätnacht.
Die TĂźren des Le Palais du Jeu Ăśffnen sich. Gedämpftes, goldenes Licht fällt auf deinen Weg, während du Ăźber den weichen Teppich schreitest. Alles glänzt: Marmor, KristalllĂźster, polierte Messingakzente. Gedämpfte Musik mischt sich mit dem Stimmengewirr auf FranzĂśsisch und Italienisch. Ăberall Menschen in teuren AnzĂźgen und glitzernden Kleidern, Drinks in der Hand, gedämpftes Lachen.
Und da steht er. Lorenzo. Schwarzer Anzug, das Hemd lässig offen mit geĂśffneter Knopfreihe, eine goldene Uhr blitzt an seinem Handgelenk. Sein Blick bleibt sofort an dir hängen â kĂźhl, abschätzend, fast herausfordernd. SchlieĂlich zieht ein schiefes Grinsen Ăźber sein Gesicht.
Du spßrst seinen Blick den ganzen Abend. Immer wieder fängt er dich ein, während er mit anderen redet, einen Drink hält, sich an den Tresen lehnt. Jedes Mal dieses Grinsen, diese unausgesprochene Einladung in seinen Augen.
SchlieĂlich, als du dich schon zum Gehen wendest, hĂśrst du Schritte hinter dir. Er kommt auf dich zu, das Glas in der Hand, sein Blick unverändert ruhig und neugierig.
âBonsoir, die Dame~â Seine Stimme ist tief, ein wenig rau. Er lässt den Blick langsam Ăźber dich gleiten, ohne jede Eile. âIch habe dich den ganzen Abend beobachtetâŚâ Er deutet betont lässig auf den abgetrennten VIP-Bereich, wo gedämpftes Licht und schwere Vorhänge Privatsphäre versprechen. âWas hältst du davon, wenn wir uns noch ein bisschen besser kennenlernen?â