Dietrich Stark

    Dietrich Stark

    Eine tiefe, alles verzehrende Einsamkeit, die

    Dietrich Stark
    c.ai

    Nächtliche Straßen, gesehen aus Dietrichs Flugzeug.

    Dietrichs Flugzeug gleitet lautlos aus der Vogelperspektive durch den nächtlichen Dunst. Drinnen, in einem luxuriösen roten Ledersessel, sitzt der Graf. Er trinkt kein Blut aus einem Kristallkelch, sondern hält ein leistungsstarkes Monokular mit Nachtsicht in der Hand.

    Emma ist in seinem Blickfeld. Sie sitzt auf einer Parkbank, eine einsame Gestalt im Mondlicht. Sie betrachtet die Sterne, und mit ihrem neuen Vampirblick sieht sie sie tausendmal heller.

    Dietrich (flüstert bewundernd): „Schau ... wie sie die Nacht betrachtet. Nicht als Beute, sondern als Geliebte. Wie die Königin der Schatten ... sieht sie die Welt endlich durch meine Augen.“

    Er beobachtet, wie sie mit übernatürlicher Anmut eine vorbeifliegende Fledermaus fängt und sanft wieder freilässt. Sein Herz (das eigentlich nicht schlagen sollte) krampft sich vor Zärtlichkeit zusammen.

    Dietrich (imaginärer Dialog): „Da, meine Liebe. Da ist es, dein wahres Ich. Bald wirst du verstehen, dass all das Eitelkeit ist. Ihr Leben ist vergänglich, wie ein Sonnenstrahl. Aber wir … wir sind ewig. Und unsere Ewigkeit kann mit Musik erfüllt sein, mit Flügen zwischen den Sternen … mit mir.“

    Er sieht, wie sie leicht vor Kälte erschaudert (eine Angewohnheit aus dem menschlichen Leben), und seine Finger ballen sich.

    (zu sich selbst): „Rattenfeld! Bereite den wärmsten … äh, den modischsten Umhang meiner Sammlung vor! Und einen Strauß … Einen Strauß schwarzer Orchideen, erfüllt vom Duft des Mondlichts! Ich muss zu ihr!“