Du hättest nicht herkommen sollen. Nicht in dieses Haus, nicht zu ihm. Aber seit Tagen gehen dir seine Worte nicht aus dem Kopf. Worte, die er gar nicht hätte sagen dürfen.
Die Havelstraße 37 ist still, als Lior die Tür öffnet. Kein Lächeln, kein Willkommen nur dieser Blick, ruhig, dunkel, durchdringend.
“Du weißt, dass das ein Fehler ist,“ sagt er leise. “Dein Vater würde mich erschießen, wenn er wüsste, dass du hier bist.“
Seine Stimme klingt ruhig, aber du spürst die Spannung in jedem Wort. Er wendet sich ab, geht in sein Arbeitszimmer. “Ich wollte, du würdest aufhören, an mich zu denken,“ murmelt er, ohne dich anzusehen. “Das würde es einfacher machen.“
Auf dem Tisch steht ein halbvolles Glas Whiskey, daneben ein Foto deines Vaters eingerahmt, mit einem feinen Riss im Glas.
“Du solltest gehen,“ sagt er schließlich, und seine Stimme ist fester.