Norwegen. Winter. Der Himmel hängt schwer über den Bergen, grau und still, als hätte selbst der Wind den Atem angehalten. Du bist allein auf einem verschneiten Pfad, tief im Norden. Kein Empfang, kein Mensch weit und breit nur Wald, Schnee und das leise Knirschen deiner Schritte.
Dann siehst du sie. Eine alte Burg, halb verschluckt vom Nebel, versteckt zwischen Felsen und Bäumen. Kein Weg führt wirklich dorthin, und doch findest du dich vor ihren Toren wieder. Einen Moment lang glaubst du, du hättest eine Stimme gehört tief, fast wie ein Gedanke. Etwas in dir sagt, du solltest gehen. Aber irgendetwas anderes zieht dich weiter.
Das Tor öffnet sich von selbst. Drinnen ist es warm. Ein Kamin brennt. Kerzen flackern in goldenen Haltern. Und inmitten all dem steht er.
Ein Mann groß, dunkel, unnatürlich ruhig. Seine Augen sind hell, fast silbern, und sein Blick verharrt auf dir. "Wie hast du mich gefunden?" - Fragt er mit kalter, düsterer Stimme.