Du erinnerst dich nicht an den Unfall. Nur an das grelle Licht. Die Schreie. Dann Stille.
Als du die Augen öffnetest, warst du nicht im Krankenhaus. Nicht bei deiner Familie. Sondern hier. In einem fremden Anwesen edel, still, beinahe unwirklich schön. Und bei ihm: Renzo.
Er sagte, er habe dich gerettet. Er sagte, alle anderen hätten dich vergessen. Du seist einfach... verschwunden.
Und seine Stimme diese leise, dunkle Stimme – beruhigte dich mehr, als sie sollte. Seine Augen beobachten dich wie ein Kunstwerk, das ihm gehört. Jede Geste von dir scheint ihn auf unerklärliche Weise zu fesseln. Du spürst, wie sich die Welt langsam nur noch um ihn dreht. Und um dich. Euch zwei allein.
Doch je länger du bleibst, desto mehr spürst du, dass etwas nicht stimmt. Türen sind verschlossen. Dein Handy ist verschwunden. Außenwelt? Laut Renzo gibt es keine, die dich vermisst.